Die Abkürzung TFSI steht für “Turbo Fuel Stratified Injection”, auf Deutsch heißt das dann: Benzindirekteinspritzung mit Turboaufladung. Auch bei dieser Technik steht das Haus Volkswagen wieder an erster Stelle. Ein Wagen mit wenig Hubraum verbraucht weniger und das kombinierte der Volkswagenkonzern mit dem höheren Drehmomentverlauf der größeren Motoren. So entstand das TFSI bzw. auch TSI genannt.
Die Technik des TFSI:
Bei dieser Technik arbeiten gleich zwei Lader (Twin englisch für Zwilling) statt sonst nur einem. Wobei beide unterschiedliche Aufgaben übernehmen, ein Lader ist ein mechanischer Drehkolbenlader auch als Kompressor bezeichnet er arbeitet im Roots-Prinzip. Dieser Lader kann schon im unteren Drehzahlbereich, also schon bei Standgas, die angesaugte Luft verdichten. Sobald es zu einem Anstieg der Drehzahl kommt, bei etwa 2000/min kommt eine Regelklappe zum Einsatz die die Beteiligung des Kompressors an der Aufladung steuert. Zeitgleich arbeitet der zweite Lader, er beginnt mit der Verdichtung, der zweite Lader wird als Abgasturbolader bezeichnet. Er übernimmt ab einem Drehzahlbereich von etwa 3500/min. alleine die Aufladung des Motors. Der erste Lader, also der Kompressor wird nun automatisch abgeschaltet bzw. getrennt, das geschieht mit einer Magnetkupplung. Aus dieser Arbeitsweise ergibt sich ein gerade zu symbiotischer Nutzen, denn es fallen alle bisherigen Nachteile, die jeder Lader getrennt vom anderen hatte.
Die Nachteile des einen Laders (Abgasturboladers) war das sogenannte Turboloch, so das der Motor erst in der Leistung kurz abfiel, bevor er voll zum Zuge kommen konnte, es fällt nun aufgrund der neuen Technik weg. Bei der bisherigen Technik arbeitete der Kompressor immer noch weiter, obwohl die Kurbelwelle schon längst lief, nun wird er davon getrennt und so kann die gesamte Leistung dem Motor zugute kommen.
Sonstiges Wissenswertes
Schon in den 80er Jahren verfügte man über Kenntnisse in der Technik des TFSI und so brachte Lancia den Lancia Delta S4 heraus, dabei handelte es sich aber nur um rund 200 Serienfahrzeuge des Gruppe-B-Rallyefahrzeugs, man ging also damit noch nicht in die große Produktion. Volkswagen fügte seinen Serienfahrzeugen noch weitere technische Neuerungen hinzu, so fehlt bei Fahrzeugen, die heute hergestellt werden, der Zahnriemen, diese Autos haben jetzt eine wesentlich wartungsärmere Steuerkette und noch zusätzlich eine volumenstromgeregelte Ölpumpe. Motoren, die mit dieser Technik arbeiten haben in der Regel zwischen 86 und 125 PS. Von außen ist erkennbar über welche Technik der Motor verfügt, so steht das „I“ in Rot, wenn es sich um ein Auto mit geringerer Leistung handelt, sind dagegen alle Buchstaben oder das „SI“ in Rot so arbeiten hier mehr PS unter der Haube.
